Förderverein Kalsmunt e.V.

Wir kümmern uns um den Kalsmunt

Bericht zum Tag des offenen Denkmals 2016 in Wetzlar. Auf der Burgruine Kalsmunt führte Daniel Misterek interessierte Bürger über die Grabung. Der Förderverein Kalsmunt e.V. hat die Grabungsmaßnahme finanziell unterstützt.

Großer Andrang am „Tag des offenen Denkmals“

Mehr als 100 Besucher ließen sich am 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals“, die neuesten Funde am Kalsmunt zeigen. Grabungsleiter Daniel Misterek präsentierte diese in einer 45 minütigen Führung. Er führte dabei über drei Stationen über das Areal und beantwortete die Fragen der Gäste.

Thorsten Rohde und weitere Mitglieder des Vorstandes standen Rede und Antwort, auch was die weiteren Sanierungsschritte betrifft, die der Verein gemeinsam mit der Stadt anregen möchte.

Am Tag des offenen Denkmals 2016 spielt der Bläserkreis Wetzlar auf dem Turm der Burgruine Kalsmunt. Unter der Leitung von Dietrich Bräutigam führen die Musiker einige Kirchenmusikstücke auf. Mit Trompetensignalen wird anschließend erprobt, ob der Ton bis zum Domturm reicht.

Öffentliche Führung am Kalsmunt

40 Interessierte fanden sich am 29. August am Kalsmunt ein, um sich über die diesjährige Grabungskampagne und den Fortgang der Sanierung zu informieren.

Vorstandsvorsitzender Thorsten Rohde begrüßte die Besucher und erläutere die nächsten Ziele und Pläne des Vereins.

 

Im Anschluss führte Prof. Felix Teichner über die Burganlage und erläuterte die diesjährigen Grabungen und deren Ergebnisse.

Vor allem der Fund eines Skelettes aus dem Hochmittelalter traf auf großes Interesse und wurde intensiv diskutiert. Ebenso gaben neueste Mauerfunde Raum zu Überlegungen, was das Alter der Burganlage angeht.

Ebenso sind nun prähistorische Funde bestätigt. Diese zeigen, dass der Kalsmunt schon lange von Menschen besiedelt wurde, wenn vielleicht auch nicht durchgängig.

 

 

Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, um 11 Uhr eine Führung am Turm zu besuchen.

Oda Peter und Thorsten Rohde werden hier zur Vereinsarbeit und dem Kalsmunt referieren. Im Anschluss gegen 12.30 Uhr wird der Bläserkreis Wetzlar vom Turm einige kurze Stücke spielen.

Der Eintritt ist frei!

Neues vom Kalsmunt

Liebe Mitglieder,

am Montag, 05.09., um 16 Uhr, möchten wir Sie herzlich zu einer exklusiven Führung einladen.

Prof. Dr. Teichner wird die aktuellen Grabungsergebnisse vorstellen.

Wir treffen uns um 16 Uhr am Turm.

Selbstverständlich können Sie auch oder stattdessen die öffentliche Führung am Montag, 29.08., 14 Uhr, besuchen.

 

 

Eine schöne Woche wünscht  Ihnen

im Namen des Vorstandes

 

Thorsten Rohde

 

Vorsitzender

Der Förderverein Kalsmunt e. V. freut sich auch dieses Jahr wieder über einen Obolus der Sparkasse Wetzlar in Höhe von 500 €

Bild: v. l. n. r.: Frank Diehl, Sparkasse Wetzlar, Prof. Karl-Hans Emmermann und Reiner Stroh (beide Förderverein Kalsmunt)

Großreinemachen am Kalsmunt!

Mitglieder und Vorstand des Fördervereins Kalsmunt e. V. haben rund um den Kalsmunt Müll gesammelt und den Bergfried gereinigt.

Sechs Säcke Müll waren die Ausbeute, die die Akteure guten Gewissens abtransportieren. Ebenso wurde die stark verschmutzte Treppe des Bergfriedes und dessen Plateau gesäubert.

Neben diversen Flaschen und Zigarettenkippen wurden Schuhe, Spaten, Verpackungen und sogar 5 € gefunden. Letztgenanntes Fundstück wurde unverzüglich der Kasse des Fördervereins zugeführt, aus der ab Mitte Juli die neuen Grabungen finanziert werden.

Reinemachen

Mit viel Elan gingen die Mitglieder ans Werk

Neues vom Kalsmunt

Vortrag von Dipl. Rpfl. Olaf Wagener M.A.:

Der Kalsmunt und die Burgen des Lahngebietes

Wo: Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus Wetzlar

Wann: 20. Januar 2016, 19 Uhr

Zum Referenten:

Dipl. Rpfl. Olaf Wagener M.A., geb. 1977, Studium zum Diplom-Rechtspfleger und Tätigkeit in der Justiz, anschließend ab 2005 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Siegen. 2008 bis 2010 Studium des Heidelberger Mittelalter-Master an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fachschwerpunkte Geschichte, Kunstgeschichte, jüdische Studien und Ur- und Frühgeschichte. Dort im Herbst 2010 Masterarbeit zu „Belagerungen unter Kurfürst Friedrich I. dem Siegreichen von der Pfalz. Kriegführung im 15. Jahrhundert“. Seit November 2010 Doktorand am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg mit dem Thema „Sehen und gesehen werden – Burgen als Stützpunkte herrschaftlicher Durchdringung von Territorien in Raum und Zeit“, sowie zusätzlich Projekttätigkeit in der Bauforschung an der Stadtmauer und dem Dom in Worms.

Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des Freundeskreises Bleidenberg e.V., und in dieser Funktion Organisator von bisher elf Tagungen zu Themen rund um Burgen und mittelalterliche Kriegführung sowie Herausgeber der zugehörigen Tagungsbände, so zuletzt zu „Aborten im Mittelalter“ und „Brandnutzung und Feuer in Burg, Stadt und Kloster“.
Interessensschwerpunkte: Die Burg im Kontext der Landschaft; Belagerung von Burgen und Belagerungsanlagen; hölzerne Befestigungen in der Neuzeit. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den genannten Themen.

Vermessung des Kalsmunt

Christoph Salzmann, Mitarbeiter des Vorgeschichtlichen Seminars der Philipps Universität Marburg, stellte am 25. November im gut gefüllten Saal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus in Wetzlar neueste Ergebnisse der laufenden Untersuchungen am Kalsmunt vor. Salzmann erläuterte zahlreiche Messwerte, die mittels LIDAR-Scan und Drohnenbefliegung im Laufe des Jahres 2014 erlangt wurden.
Die Drohne selbst wurde ebenfalls vorgestellt. Hierbei zeigten sich die Gäste sehr interessiert, u.a. was die technischen Details anging. Dabei überraschte die meisten Anwesenden, dass der Flugkörper nahe überall und bei Wind-und Wetter starten kann. Salzmann und Thorsten Rohde, Vorsitzender des Fördervereins Kalsmunt, stellten klar, dass die Kosten der Befliegungen von ca. 900€ allesamt vom Förderverein Kalsmunt getragen werden
Salzmann erläuterte, dass es durchaus denkbar ist, im Laufe des Jahres 2015 ein 3-D-Modell des Kalsmunt zu generieren, wenn weitere Daten aufgenommen sind. Weitere Flüge werden bald folgen.

Die Öffentlichkeit wird , wie Rohde ergänzte, rechtzeitig zu den Flügen eingeladen.
Mit Hilfe dieser Daten erhofft sich das Team um den Marburger Hochschullehrer Felix Teichner weitere Erkenntnisse zur gesamt Anlage Kalsmunt, die sich sehr wahrscheinlich nicht nur auf die Burgruine selbst beschränkt. Im kommenden Jahr sollen drei bis vier Flüge zu verschieden Jahreszeiten absolviert werden. Traditionelle Kontrollgrabungen werden dann helfen, diese Ergebnisse zu überprüfen.
Die wissenschaftliche Erschließung des Kalsmunt schreitet also voran. Rohde betonte, dass der Verein und alle Freunde des Kalsmunt besonders erfreut seien, dass nun auch die Sanierung des Turms begonnen habe. Der Verein wird die Sanierung auch weiterhin unterstützend und beratend begleiten und freut sich auf die Kooperation mit der Stadt und allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung.

12. September 2015 – Führung am Kalsmunt

100 Bürger wollen Ergebnisse der Ausgrabungen erfahren

Dr. Felix Teichner: Gebäude auf dem Kalsmunt aus verschiedenen Jahrhunderten nachweisbar

Die vom Förderverein Kalsmunt in Auftrag gegebenen Grabungen haben neue Erkenntnisse über die Besiedlung des Burggeländes hervorgebracht. Das berichtete der Grabungsleiter, Dr. Felix Teichner vom Vorgeschichtlichen Seminar der Philipps-Universität Marburg, vor 100 Bürgern, die sich bei einer Führung vor Ort informierten. Zu der Führung hatten der Förderverein und der Bürgerverein Wetzlar gemeinsam eingeladen. Derzeit graben 20 Studenten an fünf verschiedenen Stellen auf dem Burggelände, um nähere Details zur Geschichte der einstigen Stauferburg zu finden. Sie wurde im Auftrag von Kaiser Friedrich Barbarossa im 11. Jahrhundert nach Christus errichtet. Dr. Teichner wies darauf hin, dass vermutlich zunächst nur der Wohnturm erbaut worden ist. Bei Grabungen haben die Studenten Mauern freigelegt, die direkt an den Turm angebaut wurden, offenbar Erweiterungen, nachdem die Zahl der Bewohner gewachsen war. An einer weiteren Stelle wurde die einst von Carl Metz geschilderte Kapelle, ein rechteckiger Raum, zum Teil frei gelegt. Dieser sei erst um das 15. Jahrhundert entstanden, so Teichner. Damit könne man davon ausgehen, dass die Burg nicht nur Dienstort war sondern hier Menschen gelebt haben und auch zur Messe gegangen sind. Unter den Mauern wurden auch Mauerreste aus früherer Zeit entdeckt, etwa dem 13. Jahrhundert. In der Vorburg haben die Studenten ebenfalls einen Gebäudeumriss freigelegt. Anhand der im vorigen Jahr bereits gefundenen Teile eines Kachelofens geht Dr. Teichner davon aus, dass hier nicht nur einfache Bürger, sondern auch wohlhabendere gelebt haben. Der Wissenschaftler berichtete ferner, dass die Studenten auch bei dieser Grabung wieder zahlreiche Funde sichern konnten, darunter Münzen und ein Medaillon. Derzeit könne er zu den Erkenntnissen aus diesen Funden noch nichts sagen. Sie werden nach Abschluss der Grabungen in Marburg gesichtet, gereinigt und bewertet. Die Teilnehmer der Führung begaben sich anschließend auf den Weg zum Hofgut Magdalenenhausen. Hier führte Hans Steinbach vom Wetzlarer Geschichtsverein Interessantes zur Geschichte des Hofgutes aus. Dort könne sich bereits um 800 nach Christus eine kleine Ortschaft befunden haben. Bis 1539 sei das Hofgut Besitz von Burgmannen gewesen und somit habe das zwei Kilometer vom Kalsmunt gelegene Magdalenenhausen durchaus einen Bezug zur Stauferburg. Ober das Hofgut allerdings jemals Wirtschaftshof für den Kalsmunt war, könne man nicht sagen. 1321 wurde urkundlich erwähnt, dass es ein Hofgut „Einhäuser“ an dieser Stelle gab. Den Namen Magdalenenhausen erhielt das Gebäude erst im 17. Jahrhundert. Die Frau des damaligen Regenten Graf Wilhelm Moritz zu Solms-Greifenstein mit Namen Magda, mochte nicht in Braunfels leben. Deshalb baute der Graf ihr das Hofgut vor den Toren Wetzlars aus. Steinbach wies auch darauf hin, dass das Hofgut 1810 von einem Bruder der Charlotte Buff gepachtet war, so dass möglicherweise auch der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe dort gewesen sein könnte.

Hans Steinbach referiert am Hofgut Magdalenenhausen über dessen Verbindung zum Kalsmunt.

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