Förderverein Kalsmunt e.V.

Wir kümmern uns um den Kalsmunt

Herzlich Willkommen!

Nachdem die Seite längere Zeit down war, so ist sie nun wieder online – vorerst fehlen aber die Pressebereichte.

Sie werden nur in digitalisierter Form wieder online gehen.

Der Förderverein Kalsmunt e. V. freut sich auch dieses Jahr wieder über einen Obolus der Sparkasse Wetzlar in Höhe von 500 €

Bild: v. l. n. r.: Frank Diehl, Sparkasse Wetzlar, Prof. Karl-Hans Emmermann und Reiner Stroh (beide Förderverein Kalsmunt)

Großreinemachen am Kalsmunt!

Mitglieder und Vorstand des Fördervereins Kalsmunt e. V. haben rund um den Kalsmunt Müll gesammelt und den Bergfried gereinigt.

Sechs Säcke Müll waren die Ausbeute, die die Akteure guten Gewissens abtransportieren. Ebenso wurde die stark verschmutzte Treppe des Bergfriedes und dessen Plateau gesäubert.

Neben diversen Flaschen und Zigarettenkippen wurden Schuhe, Spaten, Verpackungen und sogar 5 € gefunden. Letztgenanntes Fundstück wurde unverzüglich der Kasse des Fördervereins zugeführt, aus der ab Mitte Juli die neuen Grabungen finanziert werden.

Reinemachen

Mit viel Elan gingen die Mitglieder ans Werk

Neues vom Kalsmunt

Vortrag von Dipl. Rpfl. Olaf Wagener M.A.:

Der Kalsmunt und die Burgen des Lahngebietes

Wo: Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus Wetzlar

Wann: 20. Januar 2016, 19 Uhr

Zum Referenten:

Dipl. Rpfl. Olaf Wagener M.A., geb. 1977, Studium zum Diplom-Rechtspfleger und Tätigkeit in der Justiz, anschließend ab 2005 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Siegen. 2008 bis 2010 Studium des Heidelberger Mittelalter-Master an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fachschwerpunkte Geschichte, Kunstgeschichte, jüdische Studien und Ur- und Frühgeschichte. Dort im Herbst 2010 Masterarbeit zu „Belagerungen unter Kurfürst Friedrich I. dem Siegreichen von der Pfalz. Kriegführung im 15. Jahrhundert“. Seit November 2010 Doktorand am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg mit dem Thema „Sehen und gesehen werden – Burgen als Stützpunkte herrschaftlicher Durchdringung von Territorien in Raum und Zeit“, sowie zusätzlich Projekttätigkeit in der Bauforschung an der Stadtmauer und dem Dom in Worms.

Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des Freundeskreises Bleidenberg e.V., und in dieser Funktion Organisator von bisher elf Tagungen zu Themen rund um Burgen und mittelalterliche Kriegführung sowie Herausgeber der zugehörigen Tagungsbände, so zuletzt zu „Aborten im Mittelalter“ und „Brandnutzung und Feuer in Burg, Stadt und Kloster“.
Interessensschwerpunkte: Die Burg im Kontext der Landschaft; Belagerung von Burgen und Belagerungsanlagen; hölzerne Befestigungen in der Neuzeit. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den genannten Themen.

Vermessung des Kalsmunt

Christoph Salzmann, Mitarbeiter des Vorgeschichtlichen Seminars der Philipps Universität Marburg, stellte am 25. November im gut gefüllten Saal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus in Wetzlar neueste Ergebnisse der laufenden Untersuchungen am Kalsmunt vor. Salzmann erläuterte zahlreiche Messwerte, die mittels LIDAR-Scan und Drohnenbefliegung im Laufe des Jahres 2014 erlangt wurden.
Die Drohne selbst wurde ebenfalls vorgestellt. Hierbei zeigten sich die Gäste sehr interessiert, u.a. was die technischen Details anging. Dabei überraschte die meisten Anwesenden, dass der Flugkörper nahe überall und bei Wind-und Wetter starten kann. Salzmann und Thorsten Rohde, Vorsitzender des Fördervereins Kalsmunt, stellten klar, dass die Kosten der Befliegungen von ca. 900€ allesamt vom Förderverein Kalsmunt getragen werden
Salzmann erläuterte, dass es durchaus denkbar ist, im Laufe des Jahres 2015 ein 3-D-Modell des Kalsmunt zu generieren, wenn weitere Daten aufgenommen sind. Weitere Flüge werden bald folgen.

Die Öffentlichkeit wird , wie Rohde ergänzte, rechtzeitig zu den Flügen eingeladen.
Mit Hilfe dieser Daten erhofft sich das Team um den Marburger Hochschullehrer Felix Teichner weitere Erkenntnisse zur gesamt Anlage Kalsmunt, die sich sehr wahrscheinlich nicht nur auf die Burgruine selbst beschränkt. Im kommenden Jahr sollen drei bis vier Flüge zu verschieden Jahreszeiten absolviert werden. Traditionelle Kontrollgrabungen werden dann helfen, diese Ergebnisse zu überprüfen.
Die wissenschaftliche Erschließung des Kalsmunt schreitet also voran. Rohde betonte, dass der Verein und alle Freunde des Kalsmunt besonders erfreut seien, dass nun auch die Sanierung des Turms begonnen habe. Der Verein wird die Sanierung auch weiterhin unterstützend und beratend begleiten und freut sich auf die Kooperation mit der Stadt und allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung.

12. September 2015 – Führung am Kalsmunt

100 Bürger wollen Ergebnisse der Ausgrabungen erfahren

Dr. Felix Teichner: Gebäude auf dem Kalsmunt aus verschiedenen Jahrhunderten nachweisbar

Die vom Förderverein Kalsmunt in Auftrag gegebenen Grabungen haben neue Erkenntnisse über die Besiedlung des Burggeländes hervorgebracht. Das berichtete der Grabungsleiter, Dr. Felix Teichner vom Vorgeschichtlichen Seminar der Philipps-Universität Marburg, vor 100 Bürgern, die sich bei einer Führung vor Ort informierten. Zu der Führung hatten der Förderverein und der Bürgerverein Wetzlar gemeinsam eingeladen. Derzeit graben 20 Studenten an fünf verschiedenen Stellen auf dem Burggelände, um nähere Details zur Geschichte der einstigen Stauferburg zu finden. Sie wurde im Auftrag von Kaiser Friedrich Barbarossa im 11. Jahrhundert nach Christus errichtet. Dr. Teichner wies darauf hin, dass vermutlich zunächst nur der Wohnturm erbaut worden ist. Bei Grabungen haben die Studenten Mauern freigelegt, die direkt an den Turm angebaut wurden, offenbar Erweiterungen, nachdem die Zahl der Bewohner gewachsen war. An einer weiteren Stelle wurde die einst von Carl Metz geschilderte Kapelle, ein rechteckiger Raum, zum Teil frei gelegt. Dieser sei erst um das 15. Jahrhundert entstanden, so Teichner. Damit könne man davon ausgehen, dass die Burg nicht nur Dienstort war sondern hier Menschen gelebt haben und auch zur Messe gegangen sind. Unter den Mauern wurden auch Mauerreste aus früherer Zeit entdeckt, etwa dem 13. Jahrhundert. In der Vorburg haben die Studenten ebenfalls einen Gebäudeumriss freigelegt. Anhand der im vorigen Jahr bereits gefundenen Teile eines Kachelofens geht Dr. Teichner davon aus, dass hier nicht nur einfache Bürger, sondern auch wohlhabendere gelebt haben. Der Wissenschaftler berichtete ferner, dass die Studenten auch bei dieser Grabung wieder zahlreiche Funde sichern konnten, darunter Münzen und ein Medaillon. Derzeit könne er zu den Erkenntnissen aus diesen Funden noch nichts sagen. Sie werden nach Abschluss der Grabungen in Marburg gesichtet, gereinigt und bewertet. Die Teilnehmer der Führung begaben sich anschließend auf den Weg zum Hofgut Magdalenenhausen. Hier führte Hans Steinbach vom Wetzlarer Geschichtsverein Interessantes zur Geschichte des Hofgutes aus. Dort könne sich bereits um 800 nach Christus eine kleine Ortschaft befunden haben. Bis 1539 sei das Hofgut Besitz von Burgmannen gewesen und somit habe das zwei Kilometer vom Kalsmunt gelegene Magdalenenhausen durchaus einen Bezug zur Stauferburg. Ober das Hofgut allerdings jemals Wirtschaftshof für den Kalsmunt war, könne man nicht sagen. 1321 wurde urkundlich erwähnt, dass es ein Hofgut „Einhäuser“ an dieser Stelle gab. Den Namen Magdalenenhausen erhielt das Gebäude erst im 17. Jahrhundert. Die Frau des damaligen Regenten Graf Wilhelm Moritz zu Solms-Greifenstein mit Namen Magda, mochte nicht in Braunfels leben. Deshalb baute der Graf ihr das Hofgut vor den Toren Wetzlars aus. Steinbach wies auch darauf hin, dass das Hofgut 1810 von einem Bruder der Charlotte Buff gepachtet war, so dass möglicherweise auch der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe dort gewesen sein könnte.

Hans Steinbach referiert am Hofgut Magdalenenhausen über dessen Verbindung zum Kalsmunt.

Müllaktion 2015

Vorstand und viele Mitglieder des Fördervereins Kalsmunt e. V. trafen sich am 5. September 2015 an der Burgruine, um aufzuräumen.

Rund um den Turm wurden Flaschen, Scherben und vielerlei weiterer Müll gesammelt und entsorgt.

Die Abgeschiedenheit des Kalsmunt lädt leider immer wieder einige Menschen dazu ein, ihren Müll hier liegenzulassen.

Da dies wahrscheinlich nicht zu verhindern ist, wird der Förderverein in unregelmäßigen Abständen zur Selbsthilfe greifen und den Müll entsorgen.

Kalsmunt: Abschluss der ersten Sanierungsarbeiten naht – Begehung wird geprüft

Ende Mai wird der Bergfried wieder sichtbar

Für rund 600.000 Euro wird derzeit der Turm der ehemaligen Stauferburg Kalsmunt vor dem Verfall gesichert. Darauf hat Baustadtrat Harald Semler bei einer Informationsveranstaltung im Neuen Rathaus hingewiesen. Dazu eingeladen hatte der Förderverein Kalsmunt. Die Erhaltungsmaßnahmen waren im April vergangenen Jahres von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden. Dabei handelt es sich um den ersten Bauabschnitt, der das Überdachen des Turmes vorsieht, damit nicht weiter Wasser in den Bergfried eindringt, so führte Heidrun Rücker vom Planungs- und Hochbauamt aus.

Derzeit werden Arbeiten an der Eisenbetontreppe sowie an den Mauern im Inneren des Turmes durchgeführt. Auf mehr als zwölf Metern Höhe am oberen Ende des Bergfrieds wurde eine neue Betonplatte eingezogen und auf der bisherigen, schadhaften Platte aufgebracht. Um das Gewicht der neuen Betonplatte auf die Außenmauern zu übertragen, wurden zusätzliche Arbeiten ausgeführt. Zudem wurde oben ein neues Außengeländer angebracht.

Wenn die staub- und schmutzintensiven Arbeiten abgeschlossen sind, soll das Treppengeländer erhöht werden. Zudem soll in den nächsten Wochen das Dach über dem Turm seinen Platz erhalten sowie einige Sitzgelegenheiten für Besucher.

Wann der Turm anschließend für die Öffentlichkeit wieder frei gegeben werden kann, ist noch zu entscheiden. Die Prüfung der Begehbarkeit, wie die Sicherung des Turmes z. B. durch einen Bauzaun und eine Schutzvorrichtung über dem Eingang, damit die Besucher nicht von herabfallenden Teilen getroffen werden, steht noch aus. Ein Angebot für diese Sicherungsmaßnahmen soll der Stadtverordnetenversammlung im Mai vorgelegt werden. Wann der Kalsmuntturm dann wieder begehbar wird, soll dann so schnell wie möglich von der Stadtverordnetenversammlung geprüft werden.

Die Stadtverordnetenversammlung wird sich im Mai auch mit dem zweiten Bauabschnitt beschäftigen. Dabei geht es um die Sicherung des Sichtmauerwerks mit dem Ersetzen fehlender Sandsteinquader. Semler machte den fast 50 interessierten Bürgern, darunter auch der CDU-Oberbürgemeisterkandidat Dennis Schneiderrat, deutlich, dass die Stadt zum einen leere Kassen, zum anderen mehrere Projekte anstehen hat. So wies er auf die Sanierung des Wetzlarer Freibades, auf Maßnahmen zum Sanieren von Stützmauern hin sowie auf die Tatsache, dass zwei weitere Türme derzeit gesperrt sind.

Der Vorsitzende des Fördervereins Kalsmunt, Thorsten Rohde, dankte der Stadt für die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten. Zugleich sprach er auch seinem Vorgänger, Prof. Dr. Dr. Erwin Kuntz (Dutenhofen) Dank aus für seine Bemühungen um Fördermittel des Bundes, der 2011 insgesamt 150.000 Euro zugesagt hatte.

Zudem erinnerten Mitglieder daran, dass im August der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) bei einem Besuch auf dem Bergfried den Kalsmunt als bedeutendes Denkmal Hessens bezeichnet und 50.000 Euro Landesmittel in Aussicht gestellt hatte. Rohde betonte, dass diese Mittel speziell wegen der Sanierung des Kalsmunt nach Wetzlar geflossen wären. Dementsprechend sei es das Bestreben des Vereins, die Rettung der Burganlage weiter Stück für Stück in Kooperation mit der Stadt voranzubringen.

Mitteilung

Liebe Mitglieder,

wie Sie alle mit verfolgen können, geht es am Kalsmunt zügig voran!

Wir freuen uns sehr, dass die erste Sanierungsstufe bald abgeschlossen sein wird.

Die Verwaltung ist im Auftrag der Stadtverordneten derzeit dabei, die Begehbarkeit herzustellen, so dass Sie bald alle wieder die Aussicht genießen können werden!

Im September werden neue Grabungen der Philipps-Universität Marburg beginnen, zu denen wir Sie bereits jetzt herzlich einladen! Wie auch im letzten Jahr unterstützt der Förderverein die Grabungen finanziell. Mittels Presse, Homepage und dem Mitgliederrundbrief werden wir Sie weiter informieren!

Wenn Sie in den Verteiler des Inforundbriefes aufgenommen werden wollen, schreiben Sie mir bitte eine kurze Email. Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Thorsten Rohde

Neues vom Kalsmunt

Der Förderverein Kalsmunt e.V. und der Bürgerverein Wetzlar laden für Samstag, 12. September, zu einer Grabungsführung durch Dr. Felix Teichner auf dem Kalsmuntgelände ein. Treffpunkt ist 15 Uhr am Turm.

Im Anschluss daran wird ein gemeinsamer Spaziergang (etwa 30 Minuten) über historische Pfade zum Hofgut Magdalenenhausen angeboten. Dort wird um 17 Uhr Herr Steinbach vom Wetzlarer Geschichtsverein zur Geschichte des Hofgutes und dessen Verbindung zum Kalsmunt referieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Am Hofgut können Getränke gegen eine kleine Spende für den Förderverein erworben werden.

« Ältere Beiträge